Kategorie: Hardware

Festplatten mit MHDD testen, löschen und Oberflächenfehler reparieren

Das DOS Tool MHDD lässt den Anwender eine Festplatte auf Fehler prüfen, SMART-Werte auslesen, Datenblöcke exportieren oder den Datenträger komplett und sicher löschen. Findet das Tool Fehler kann man diese, abhängig vom Fehlerbild, „reparieren“ oder zumindest die defekten Bereiche deaktivieren.

Das alles heißt nicht, dass die auf der Platte befindlichen Daten gerettet werden, sondern vielmehr, dass die Festplatte nach Anwendung von MHDD im Idealfall wieder für bestimmte Zwecke benutzbar wird.

Im Allgemeinen sollte man bedenken, dass eine defekte Festplatte immer ein Risiko für die darauf befindlichen Daten darstellt, auch wenn der Fehler evtl. behoben werden kann. Daher sollten kritische Daten (und vertrauen Sie mir: auch Ihre Familienfotos sind kritisch, sobald sie weg sind!) nicht mehr auf einer Platte abgelegt werden, die wie hier beschrieben repariert wurde. Der Artikel ist primär für Retro-Computing Freunde gedacht, da es mU. schwierig ist, noch neue Festplatten für alte Computer aufzutreiben.

Das Programm MHDD ist hauptsächlich für IDE, SCSI und SATA Festplatten ausgelegt. Bestimmte Funktionen arbeiten jedoch auch bei SSDs zuverlässig.

Da Sie mit MHDD bequem Ihren Computer „unbrauchbar“ machen können, lesen Sie die Anleitung bitte erst komplett durch und entscheiden Sie dann, ob und was Sie machen wollen. Sie arbeiten auf eigene Gefahr und Verantwortung.

Das LINUX Tool WHDD bietet was SMART bzw. die Lese-Tests angeht, einen ähnlichen Funktionsumfang wie MHDD.

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USB Stick / SD Karte unter Windows (Vista – 10) partitionieren

Was tun, wenn Windows auf einem USB-Stick oder einer Speicher-Karte weniger Platz anzeigt, als eigentlich vorhanden ist? (Also zB. 8 statt 16 GB oder 32 statt 64 GB usw) – Das kann ua. passieren, wenn man ein Windows (8-10) Wiederherstellungslaufwerk auf einen USB Stick > 32 GB, oder ein Disk-Image mit dem W32DiskImager auf einen USB-Stick / eine Speicherkarte schreibt.

Die durch diese Programme erstellte Partition füllt den Datenträger meist nicht komplett aus. Windows kann die Partition zwar im Zweifel neu Formatieren, dadurch wird diese aber nicht größer…

Das grafische Partitonierungswerkzeug („Datenträgerverwaltung“) von Windows (Vista – 10) erlaubt das manipulieren der Partitionen auf einem Wechseldatenträger (USB Stick, SD Karte usw.) nicht. Die nötigen Einträge um Partitionen zu löschen / verkleinern oder zu vergrößern sind deaktiviert.

Im Folgenden werden zwei Methoden beschrieben, mit denen man die vorhandene Partition entweder direkt vergrößern oder löschen und anschließend neu anlegen kann.

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Windows von einem dynamischen Datenträger umziehen

Will man eine vorhandene Festplatte, auf der auch das Betriebssystem (Windows) läuft, durch eine SSD ablösen (oder auch nur die Installation auf eine andere Festplatte umziehen), ist das Kopieren der vorhandenen Installation auf den neuen Datenträger meist problemlos möglich. (zB. mit CloneZilla, HDClone Free Edt. oder dem Samsung Data Migration Tool.)

Anders allerdings, wenn die Festplatte unter Windows als dynamischer Datenträger geführt wird. Dann versagen alle derzeit verfügbaren Migrationstools. HDClone möchte das nur in der Professional Version tun, CloneZilla kopiert die Platte zwar brav, Windows verweigert danach aber mit der lapidaren Meldung „INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE“ den Start (da der dynamische Datenträger durch die Kopie ungültig wird) und das Samsung Data-Migration Tool kommt wiederum nicht einmal zum Kopieren, denn es findet schon beim Start keine Windows Installation.

Unter Umständen (kein RAID0; die Festplatte wurde nachträglich in einen dynamischen Datenträger konvertiert; das Betriebssystem liegt auf dem physikalischen Datenträger und nicht im dynamischen Bereich) kann man mit „GParted“ und einem Windows-Reparaturdatenträger doch noch etwas ausrichten. (Windows 8 – 10: Wiederherstellungslaufwerk.)

Alternativ kann man zB. das kostenpflichtige HDClone Professional nutzen, das hilft auch in den og Fällen weiter. Weiterlesen „Windows von einem dynamischen Datenträger umziehen“

Vorsicht vor Bösen und „Killer“ USB Stick(s)

Von USB Geräten (wie USB Sticks und anderer USB Peripherie) geht – zumindest theoretisch – eine nicht durch Virenscanner oder andere Software erkenn- oder behebbare Gefahr aus. Die Informationen darüber, wie man mit USB Geräten Schaden anrichten kann verbreiten sich derzeit rasant im Internet. Es ist also davon auszugehen, dass es in absehbarer Zeit einige Versuche geben wird, diese Ideen in die Praxis umzusetzen.

Daher sollte man – gerade bei fremden USB Geräten kurz nachdenken, bevor diese an den eigenen Rechner angesteckt werden. Das galt früher schon für Disketten, seit jeher für Emails mit merkwürdigen Anhängen und nun auch für alles, mit einem USB Anschluss.

Im folgenden sollen zwei konkrete Beispiele gezeigt werden, welchen Schaden man mit einem USB Stick – ganz abseits normaler Viren – anrichten kann.

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Warum Sie unter Windows 8 und 10 die Laufwerksoptimierung für SSDs NICHT abschalten sollten

//EN: This article is in parts based on information from an excellent blog post of  Scott Hanselman. For english original see: hanselman.com.

In zahlreichen Foren lese ich immer wieder die Frage „Was sollte ich beim Umstieg auf eine SSD beachten?“ gefolgt von Zahlreichen gut gemeinten Ratschlägen.

Neben dem Deaktivieren von SuperFetch und PreFetch (worauf ich evtl. in einem weiteren Artikel eingehe) ist auch immer der Tipp dabei, die Datenträgeroptimierung („Defragmentierung“) zu deaktivieren. Ferner schalten sogar einige, den SSDs beiliegende Programme, wie zB. „Samsung Magician“ die Funktion ebenfalls ab.

Nun verhält es sich mit diesem Tipp wie mit allen Informationen in der IT-Welt: Das, was gestern noch richtig war, stimmt heute unter Umständen nicht mehr. So auch dieser Mythos. Primär hängt die richtige Antwort auf die Frage nämlich vom verwendeten Betriebssystem, also der Windows Version, ab.

Ältere Betriebssysteme – alles vor Windows 7 (also Vista, XP, 2000 usw.) kennen „SSDs“ gar nicht, und wissen daher auch nicht, wie diese zu behandeln sind. Windows 7, erkennt SSDs unter Umständen (siehe hier) und deaktiviert dann den Windows Defragmentierungsdienst für diese Laufwerke. Wird die SSD von Windows 7 nicht erkannt, muss der Anwender in der Tat den Defragmentierungsdienst entsprechend anpassen.

Seit Windows 8 kann das Betriebssystem mit SSDs und deren technischen Besonderheiten umgehen. Microsoft hat daher die Funktion nun in „Datenträger Optimieren“ umbenannt.

Im folgenden möchte ich gern eine ausführliche Antwort auf die Frage nach dem Sinn bzw. Unsinn der Defragmentierung geben. Leser, die nur die Antwort auf die Frage: „Was ist nun bei Windows 8 anders?“ interessiert: Bitte ganz nach unten schauen. Weiterlesen „Warum Sie unter Windows 8 und 10 die Laufwerksoptimierung für SSDs NICHT abschalten sollten“

SSDs von Samsung führen die DriveSpeedTest Tool TOP20 Liste mit weitem Vorsprung an!

Hier ein kurzer Zwischenbericht. Die DriveSpeedTest Tool3 Online Datenbank wird mittlerweile von vielen Anwendern mit Daten gefüllt.
Die Samsung SSDs der 840 Serie führen mit bis zu 5GB/s deutlich die Liste der schnellsten Datenträger an!

An der Spitze der TOP20 stehen 3 Samsung SSDs
An der Spitze der TOP20 stehen 3 Samsung SSDs

Drive Speed Test Tool Version 3.2 released

//DE: Holen Sie sich jetzt die neue Version des Drive Speed Test Tools 3.2! Zwei neue Testmodi (MIO und XIO) sowie eine online Performance Datenbank warten auf Sie!

//EN: Grab your copy of the new relase of the drive speed test tool 3.2.! – The new release includes two new test modes (MIO and XIO) as well as an online performance database where you can compare your results with other users.

Click here to go to the DSTT3 performance database.

Direct download

Main Screen
Main Screen

DSTT Online Performance Database

 

Mit WOL2 den Rechner herunter fahren, sobald ein anderer Rechner offline geht

Ich werde häufiger gefragt, ob ich in WOL2 nicht eine Funktion einbauen könnte, die den Rechner auf dem WOL2 läuft herunter fährt, sobald ein Rechner im Netzwerk offline geht.

Tatsächlich gibt es diese Funktion schon seit längerem. Hier eine kurze Anleitung.

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Google Glass: Erste Entwicklerversion der Google Brille

Heute wurde von Google der zeitnahe Versand der ersten Entwickertypen der neuen Google Brille „Glass“ angekündigt. Diese Version war und ist derzeit nur für einen eingeschränkten Personenkreis verfügbar. Einen Wohnsitz in den USA und entsprechende Ambitionen vorausgesetzt, konnte man sich im vergangenen Jahr bei Google als Proband bewerben.

Was ist das denn überhaupt?

Nun eigentlich alles andere als eine Brille, denn das, wofür man sich eine Brille kaufen würde, kann Googles Version nicht: Sie verbessert weder die Sehkraft noch kommt sie als besonders attraktives Schmuckstück in Frage.

Dafür kann die Google Brille einiges anderes. Technisch gesehen ist Sie ein mobiler Computer in Brillenform mit einem Headset und  eingebautem Bildschirm vor dem rechten Auge.

Der Ton wird nicht wie bei handelsüblichen Headsets über einen Kopfhörer, der mittels Schallwellen das Trommelfell in Bewegung versetzt  erzeugt, sondern über einen „Bone Conduction Transducer“ (zu Deutsch  „Knochenleitkopfhörer„) direkt über den Schädelknochen an das Innenohr übertragen. – Man hört also am besten, wenn man sich das Ohr zu hält.

Der „Bildschrim“ ist ein sogenanntes HUD, ein Heads up Display. Es projiziert laut Google einen 25″ (~60cm) High Definition Bildschirm direkt in das Sichtfeld des Trägers. Wie das theoretisch aussieht, kann man in diesem Video hier bestaunen.

Die Brille selbst besitzt eine Kamera (5 Megapixel) mit der man Fotos und Videos (720p) aus der First Person Perspektive aufzeichnen kann. Diese können auf einem eingebauten 12GB Speicher abgelegt werden. Per Bluetooth und WLAN kann die Brille mit anderen Geräten verbunden werden. Koppelt man Sie per Bluetooth mit einem Android (>=4.0.3) Mobiltelefon auf dem die passende Companion App läuft, bekommt man GPS und SMS Zugriff auf die Brille. Telefonieren kann man mit dem Gerät natürlich auch. – Google verspricht eine neue Form der Videotelefonie, denn dank der Brille sieht der angerufene zukünftig das, was Sie sehen.

Der Akku soll ca. einen Tag durch halten und wird per micro USB Ladegerät (wie die meisten Mobiltelefone) aufgeladen.

Die Brille wird per Sprachbefehl gesteuert. Derzeit versteht sie jedoch nur Englisch. Für Anwendungen („Glassware“), die auf der Brille laufen, gibt es von Google eine neue Programmierschnittstelle („Mirror API“), die nun ebenfalls öffentlich zugänglich ist.

Für mich ist die Brille zwar nicht zwingend ein Muss, aber ein Gimmick, dass ich mir definitiv kaufen würde, wenn es denn schon in Deutschland verfügbar wäre.

Ein Jahr Windows 8 – Persönliches Fazit

Im Februar 2012 gab Microsoft das Windows 8 Consumer Preview, eine Beta Version von Windows 8 heraus. Als einer der „Early Adopters“ habe ich mir diese Version herunter geladen und in einer Virtuellen Maschine installiert. Im Oktober 2012, dem Veröffentlichungsdatum von Windows 8, habe ich zwei meiner Windows 7 PCs auf  Windows 8 aktualisiert. Seit 2013 besitze ich zudem ein Asus Vivo Book mit Touchscreen und sammle seither Erfahrungen.

Als ich Windows 8 das erste mal ausgeführt habe war ich sprichwörtlich hin und her gerissen. Unter der Haube werkelt in Windows 8 ein, aus meiner Sicht, wirklich spektakulär verbesserter Betriebssystemkern. Egal ob es jetzt die verbesserten Boot- und Reaktionszeiten, die neue Druckerarchitektur, die Virtualisierungslösung Hyper-V, das neue Dateisystem (ReFS) oder schlicht die Verbesserungen der klassischen Oberfläche (Explorer) sind – allesamt Gründe auf Windows 8 zu setzen.

Andererseits war da diese neue Oberfläche, die damals noch den Namen der U-Bahn trug, und aus meiner Sicht völlig unbrauchbar für Desktop Arbeitsplätze fortgeschrittener Anwender ist. In Zeiten der Beta Phase hatte ich die Hoffnung, Microsoft würde mit der Beta Version Erfahrungen sammeln, und diese zur Verbesserung der Modern UI Oberfläche nutzen, denn hier stimmt mit Windows 8 definitiv etwas nicht. Zum einen werden Maus- und Touchaktionen in den Modern UI Apps nicht konsequent gleich behandelt – Zum anderen verlieren Anwendungen, die man bisher in Fensterform kannte, einen Großteil ihres Nutzens, sobald Sie als Modern UI App laufen. Im folgenden möchte ich hier ein paar Beispiele nennen. Weiterlesen „Ein Jahr Windows 8 – Persönliches Fazit“